Salzburgs Chef-Concierge öffnet Klessheimer Schülern die Türen zur Welt

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Salzburgs Chef-Concierge öffnet Klessheimer Schülern die Türen zur Welt

Felix Aigner (2K-H), Thomas Klingsbigl, Michael Hörl, Melanie Liebisch

Felix Aigner (2K-H), Thomas Klingsbigl, Michael Hörl, Melanie Liebisch


Am 27.2. war Empfangschef Thomas Klingsbigl vom Goldenen Hirschen in Klessheim zu Gast. Mit Anekdoten von den „Problemen“ der Schönen und Reichen im Salzburger Luxushotel gewann er die Schülerherzen.


Seit über 20 Jahren ist Klingsbigl nicht nur oberster Consierge im „Goldenen Hirschen“, wie kaum ein anderer steht er für gelebte Gastfreundschaft in der Spitzenhotellerie – und ein erfülltes Berufsleben in der Hotellerie. So verwundert es nicht, dass er ist auch leidenschaftlich für seine Berufsvereinigung der Hotelconcierges, den „Clefs d’Or“ wirbt.

Hotel Concierge – hier landen die kuriosen Wünsche der Gäste
Clefs d’Or, das heißt auf Deutsch „Goldene Schlüssel“. Zwei gekreuzte, goldene Schlüssel – das ist das Symbol, das von den Concierges dieser Welt stolz am Kragen getragen wird. Doch was macht ein Concierge überhaupt?
Der Concierge begrüßt die ankommenden Gäste und liest ihnen die Wünsche von den Augen ab. Er besorgt Festspielkarten und Blumensträuße – und wenn es sein muss, einen Flug nach Sylt im Private Jet. Perfekte Ortskenntnisse sowie gute Beziehungen und Kontakte sind für den Concierge unabdingbar, denn ein „Nein“ gibt es in seinem Wortschatz nicht.

Nahe am Menschen dran
Klingsbigl erzählte die Geschichte eines deutschen Industriellen „und lieben Stammgastes“. Er hatte die Hochzeitsfeier der Tochter im Goldenen Hirschen organisiert. Am ersten Abend war das „Poltern“ am Programm. Dresscode: Lederhose. Als sich der Industrielle stolz in seiner Salzburger Tracht präsentierte, fiel Klingsbigl auf, dass der obligatorische Hirschfänger fehlte. Für Klingsbigl kein Problem: Seine Frau schickte Klingsbigl eigenen Hirschfänger per Taxi ins Hotel. Begeistert begrüßte der nun „perfekte Salzburger“ die weitern Poltergäste und machte sie alle auf ihren Toilette Fehler aufmerksam („Ihr habt ja wirklich keine Ahnung von Lederhosen. Da fehlte doch der Hirschfänger!“)
Für diese Aktion war der Deutsche so begeistert, dass er bei jedem Aufenthalt seitdem sich wieder mit Klingsbigl lachend daran erinnert.

Eigentlich wollte der Salzburger Klingsbigl gar nicht so lange im Tourismus bleiben. Doch die Glitzerwelt der Hotellerie hat ihn sofort fasziniert. Wie viele Mitarbeiter ist auch er „seinem Hirschen“ seit vielen Jahren treu.
Die Geschichte des Goldenen Hirsch lässt sich bis 1407 zurückverfolgen. Seit letztem Jahr hat er auch einen neuen Besitzer, den Schweizer Industrielle, Hans-Peter Wild („Capri Sonne“). Der lässt den Hirschen gerade großzügig umbauen. Vermarktet wird es von der Marriott-Gruppe unter der konzerneigenen Luxusmarke Luxury Collection.

Bericht: MMag. Michael Hörl

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