Erinnern ist eine Pflicht – Mahnen eine Verantwortung

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16. März 2020

Erinnern ist eine Pflicht – Mahnen eine Verantwortung

Frau Irene Hubmann (links, stehend) und Frau Judith Ribic (rechts, sitzend) vor Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgänge


Unter diesem Motto erzählt Judith Ribic aus ihrer Kindheit und Jugend, beschreibt in drastischen Worten die täglich erlebten Qualen ihres Vaters im Arbeitslager.


Ihr Vater, Ernst Reiter, wird 1940 in Flossenbürg eingeliefert, da er den Wehrdienst verweigert. Er überlebt die menschenunwürdige Behandlung in diesem Konzentrationslager.

Judith Ribic erzählt in bewegenden Worten, wie die Biografie zur Verweigerung des Wehrdienstes, somit zur Einlieferung in das KZ und zur völligen Entrechtung führt. Die Torturen des Alltags im Lager hinterlassen tiefe Spuren in der Persönlichkeit von Ernst Reiter, der es aber schafft, ein zufriedenes Leben nach dem Grauen zu führen. Mit einigem Zeitabstand bricht das Schweigen über das Erlebte auf und mit der Tochter findet immer wieder ein Austausch über diesen Lebensabschnitt statt.

Nach dem Ende des Nationalsozialistischen Regimes kommt es noch lange nicht zu einer Be- und Verarbeitung der Gräueltaten des NS in der Öffentlichkeit und auch die zweite Generation leidet in anderen Formen unter Demütigung und Ausgrenzung.

Wie das Erlebte von Vater und Tochter in den Alltag nach dem Zweiten Weltkrieg einwirkt, schildert Judith Ribic im zweiten Teil ihres Beitrages.

Irene Hubmann führt durch das Gespräch und begleitet das Gespräch mit historischen Details.

Bericht & Foto: Mag.a Barbara Fremuth-Kronreif

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